Jahreshauptversammlung bestätigt Vorsitzenden und verabschiedet Resolution gegen Tunnel am Kö
Bei bestem Wetter waren die Jungpolitiker der SPD Augsburg im Biergarten der Maximiliansklause zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung zusammengekommen. Einstimmig wurde der bisherige Vorsitzende Sebastian Weißkirchen (22) in seinem Amt als Juso Vorsitzender bestätigt. Ihm zur Seite stehen, wie in den Jahren zuvor, insgesamt neun Stellvertreter. „Ich bedanke mich für Euer großes Vertrauen und möchte mit meinem Team die erfolgreiche Vorstandsarbeit fortsetzen“, wendet sich Weißkirchen nach seiner Wahl an die Delegierten.Inhaltlich haben sich die Jusos auf der Jahreshauptversammlung gegen einen Tunnel am Kö positioniert. Unter dem Themenkomplex „Mobilität“ verabschiedete die Jugendorganisation der SPD eine Resolution. Im einstimmig beschlossenen Text sprechen sich die Jusos Augsburg für einen schnellen Umbau des Königsplatzes aus. Eine Tunnellösung wird als Verzögerung gewertet, die die Zuschüsse gefährdet und inhaltlich kaum sinnvoll scheint. „Ein autofreier Kö ist durchaus wünschenswert, doch darf dieser nicht die Zuschüsse für den dringend notwendigen Umbau gefährden. Deshalb fordern wir eine stufenweise Umsetzung der Planungen,“ erläutert Weißkirchen.
Als Gäste durften die Jusos die Landtagsabgeordneten Linus Förster und Harald Güller sowie die Unterbezirksvorsitzende der SPD Augsburg Ulrike Bahr begrüßen. Bahr versprach den Jusos eine gute Zusammenarbeit. Dies zeigte sich schon am Montagabend. Der SPD Unterbezirksvorstand verabschiedete einstimmig die von den Jusos eingebrachte Resolution zum Königsplatz und schloss sich somit der Meinung der Jusos an.
Neben dem Königsplatzumbau fordern die Jungpolitiker die Einführung eines Sozialtickets im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Marco Oertel, der Antragsteller hierzu: „Mobilität ist für gesellschaftliche Teilhabe unvermeidbar. Einem Harz IV Empfänger stehen hierfür monatlich 19,20 Euro zur Verfügung. Das billigste Abo im ÖPNV kostet aber 34,85 Euro. Es fehlen also 15,65 Euro. Dies ist nicht hinnehmbar. Wir Jusos sprechen uns deshalb für die Einführung eines Sozialtickets aus, das nicht mehr als 20 Euro kosten darf. Nur so ist Mobilität in Augsburg für alle möglich“.













