Bildungsstreik 2010
Aufruf zur Unterstützung
Bildungsbündnis Augsburg
Die Jugend ist die Zukunft, und genau deswegen muss auch eine gute Bildung her.
Das derzeitige System hat jedoch kläglich versagt. Durch das Herumdoktern an Lehrplänen und Schulsystem hat sich die Lage der jungen Erwachsenen und Kinder in der Bundesrepublik immens verschlechtert.
Während der Staat 500.000.000.000 Euro (fünfhundert Milliarden!) für die Rettung des Bankensystems aufbringt und regelmäßig den Etat für den Rüstungshaushalt erhöht, ist für die Bildung kein Geld da. Durch die Einführung von Studiengebühren und Büchergeldern macht er vielen das Studium oder einen höheren Bildungsabschluss unmöglich. In Schulen fällt der Putz von den Wänden, die Decken und Wände in Klassenräumen schimmeln, Lehrmittel sind größtenteils unbrauchbar, und durch die Einsparung am Personal steigen die Klassengrößen und die Qualität des Unterrichts sinkt.
Das G8 erhöht den Leistungsdruck und damit auch die Auslese: Der Unterrichtsstoff von bisher neun Jahren wird in acht Jahre gequetscht, wodurch noch stärker als bisher selektiert wird. Wer aber erst einmal in einer Haupt- oder Realschule angekommen ist, kommt da auch nur sehr schwer wieder heraus. Es ist leichter abzusinken, als wieder aufzusteigen! Dazu kommt, dass, wenn zu Hause nicht das Geld für Schulbücher, Klassenlektüren, Studienfahrten oder Nachhilfe vorhanden ist, der Besuch weiterführender Schulen unabhängig von der Begabung schon aus finanziellen Gründen nicht möglich ist.
Das Augsburger Bildungsbündnis ist ein Zusammenschluss aus SchülerInnen und StudentInnen, die beschlossen haben, etwas gegen die miserablen Zustände in unserem maroden Bildungssystem zu unternehmen. Unser Ziel ist es, eine Diskussion zur Zukunft des Bildungssystems anzuregen. Des Weiteren sollen Möglichkeiten einer fortschrittlichen und emanzipatorischen Bildungs- und Gesellschaftspolitik aufgezeigt und durchgesetzt werden. Dem Einfluss der maßgeblichen politischen und ökonomischen Interessen im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:
- selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
- freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
- öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
- und Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.













